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Flächenfraß-Wischbilder

Hoppla, wie fühlt sich dass denn an?

„Oft ist die Zukunft schon da, ehe wir ihr gewachsen sind“, schrieb einst der Literaturnobelpreisträger John Steinbeck. „Und immer öfter verbauen wir uns die Zukunft, ehe wir richtig darüber nachdenken“, möchte man hinzufügen.

Das mit dem Verbauen gilt im ganz wörtlichen Sinne beim Thema Bodenversiegelung, denn täglich verbrauchen die Bayern derzeit ca. 11,6 ha am Tag. Das sind über 116 000 qm oder 16 Fußballfelder, die der Natur täglich verloren gehen und zugeteert, zubetoniert oder überbaut werden, um dem menschlichen Flächenhunger nachzukommen. Bayerns Flächenverbrauch allein ist also so groß, als würden in jeder Stunde – auch nachts – 483 Parkplätze neu gebaut … ein Bautempo, das man seit dem Desaster um den Berliner Flughafen in Deutschland kaum für möglich hält.

Dass uns Menschen dabei auch etwas  verloren geht, was sich schwer in Wachstumspotentialen beziffern lässt, wollten wir in einer interaktiven Flächenfraß-Wischbild-Serie verdeutlichen.

Flächenversiegelung ... versperrt uns die Sicht

Welch ein Ausblick, welch ein Standort...

Wozu braucht man denn das?

Eine Sache der Haltung.

Flächenversiegelung ... trennt, was zusammen gehört

Picknick ist nicht gleich Picknick!

Vorsicht im Anflug!

Ort vs. Unort

Dehnübung mit offenem Ausgang

Wird der Boden versiegelt, verschwindet unwiederbringlich nicht nur ein Stück Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Pilze. Der Boden kann dann auch seinen natürlichen Funktionen nicht mehr nachkommen, Wasser versickert nicht mehr, Pflanzen tragen nicht mehr zur Verbesserung der Luft bei, die Artenvielfalt geht zurück, das Klima erwärmt sich, die Luft wird schlechter, es kommt vermehrt zu Überschwemmung … und wir können die Natur nicht mehr wie gewohnt genießen. Streit um neue Bauprojekte gibt es auch deshalb hier in der Oberpfalz nahezu überall: In Tirschenreuth, Pressath, Teublitz, Weiden West und anderswo.

Aber kein Grund zu verzweifeln und den Kopf in den Sand zu stecken, denn die Politik hat das Problem bereits erkannt und sich zur schrittweisen Reduktion des Flächenverbrauchs auf letztlich Null verpflichtet, was nur leider noch nicht funktioniert. Aber kreative Ideen gäbe es genug. Die wollen wir – oder vielleicht auch du – in der nächsten Ausgabe aufgreifen. Melde dich mit deinen Ideen bei uns!

Ein Beitrag von Immanuela, Laura, Lea, Benjamin, Frau Winkler und Frau Bauer.
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